Stromtarife
Wenn Ihnen die kontinuirlich steigenden Energiepreise auf die Nerven gehen und Sie nicht mehr bereit sind, diese Entwickung mitzutragen, müssen Sie was dagegen unternehmen. Eine Möglichkeit, die Stromkosten zu senken ist der Wechsel zu einem günstigeren Stromtarif. Dafür muss kaum Aufwand betrieben werden. Es ist ganz einfach von zu Hause aus machbar. Dazu muss man lediglich einen Stromtarifrechner im Internet aufsuchen. Hat man einen gefunden, müssen nur noch die nötigen Angaben gemacht werden. Dazu gehören vor allem die Postleitzahl, der voraussichtliche Stromverbrauch und die Angabe, ob sie Privat- oder Firmenkunde sind.
Über die PLZ wird geprüft, welche Anbieter in Ihrer Region tätig sind. Der Stromverbrauch dient mulipliziert mit dem Kilowattpreis der Ermittlung der Stromkosten. Wenn Sie Ihren durchschnittlichen Stromverbrauch nicht im Kopf haben, können Sie Ihre alten Rechnungen durchschauen oder sich an die Richtwerte halten, die von einigen Stromrechnern angeboten werden. So wird z.B. davon ausgegangen, dass für einen Einzelpersonenhaushalt ein Verbrauch von etwa 1.800 kWh im Jahr ansteht.
Für zwei Personen sind es 2.500 Kilowattstunden. Gibt man nun beispielsweise beim Stromtarifevergleich für die Postleitzahl 22047 und für den Verbrauch 2.500 kWh ein, erhält man als günstigsten Anbieter die FlexStrom GmbH, welche 414,30€ pro Jahr für die Stromlieferung verlangt. Die Vattenfall Europe Hamburg AG möchte für die gleiche Leistung 523,91€ im Jahr überwiesen haben. Das sind etwas mehr als 120€. Dabei ist Strom gleich Strom, mit den Mehrkosten von 120€ verbessert sich ja nich die Qualität des Stroms. Die bleibt bekanntlich immer gleich.
Der Strom kann sich jedoch hinsichtlich seiner Herkunft unterscheiden. Denn es gibt außer Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken auch solchen aus Wind-, Solar- und Wasserenergie. Kauft man Strom von einem Ökostromanbieter, hat man ein Zeichen gesetzt. Mit jedem Euro, der zum Ökostromanbieter fließt, werden dessen Kosten gedeckt und macht er Gewinn, kann er seine Stromerzeugung sogar ausbauen. Darum geht es beim Nutzen des Ökostroms. Der aus der Steckdose kommende Strom setzt sich aus dem Strom zusammen, der insgesamt ins Netz gespeist wird. Also ist auch Strom vom Kohle- und Atomkraftwerk dabei, obwohl wir unsere Rechnung beim Ökostromanbieter begleichen.
Für das Stromtarife vergleichen kann man auch einen zweiten Stromtarifrechner hinzuziehen und anschließend gucken, ob die jeweiligen Angaben übereinstimmen. Ist dies der Fall, ist das positiv zu bewerten. Denn dann kann davon ausgehen, dass die Informationen stets aktuallisiert werden und nicht veraltet sind. Die Stromtarife sollte man nicht nur nach den Preisen beurteilen. Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen verdienen ebenso ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit.
Je kürzer die Laufzeit ist, desto schneller kann man wechseln, wenn ein günstigerer Tarif auf den Markt gekommen ist. Die Stromtarife im Preisvergleich zeigen manchmal erhebliche Differenzen in den Anbieterpreisen. Ist ein Tarif außergewöhnlich günstig, könnte es sich um einen Kampfpreis handeln der nicht lange anhält, weil er nicht kostendeckend ist.